„Die Welt bleibt nicht stehen”, sagt Daniel Pfaller, wenn man ihn nach seiner Haltung zum Thema „Zuversicht“ fragt. Der Manager ist jetzt seit 14 Jahren verantwortlich für den Business-Standort Südwestpark Nürnberg. Insgesamt gibt es den Südwestpark allerdings schon mehr als doppelt so lang.
Vom Auto zum Fahrrad-Parkhaus
Und in den Jahrzehnten ist so einiges passiert. Pfaller: „Ich sage Ihnen nur ein Beispiel: Am Anfang waren wir fast ein reiner Auto-Standort. Für unsere Mieter war das Parkhaus eigentlich die wichtigste Einrichtung vor Ort.” Das habe sich, so der Manager weiter, bis heute fast komplett geändert. Zwar spiele das Auto immer noch eine Rolle – allerdings zunehmend in seiner elektrischen Variante. Mehr als 100 Ladesäulen hat der Südwestpark daher bereits aufgestellt – Tendenz steigend. Daneben wird aber schon seit Jahren das Fahrrad-Parkhaus (sogar mit eigenen Duschen) immer wichtiger. Und auch die Öffis haben an Bedeutung zugelegt. So ist man per S-Bahn vom Südwestpark aus in nur sechs Minuten am Nürnberger Hauptbahnhof – und wer es nicht so weit hat, kann Elektroroller oder VAG-Bikes nutzen.
Was für den Bereich des Verkehrs gilt, ist auch für die Arbeitswelt an sich richtig. Pfaller sieht hier in den letzten Jahrzehnten etliche „Wellen”, also große Veränderungen, die natürlich auch am Südwestpark nicht spurlos vorübergegangen sind. Da war zunächst die damals nagelneue Technologie des Internets. Zusammen mit dem Computer als neuem Werkzeug haben sich die Büros das erste Mal stark verändert. Doch immer noch standen Einzelbüros „und dazwischen ein Gang” (Pfaller) bei mittelständischen Unternehmen hoch im Kurs.
Die nächste Phase kam dann vor etwa 15 Jahren: „Plötzlich haben alle sehr stark auf die Flächen-Effizienz geschaut”, erinnert sich Daniel Pfaller. Großraumbüros waren der letzte Schrei. Möglichst viele Mitarbeitende sollten auf möglichst wenig Fläche untergebracht werden.
Und dann: Pandemie, Fachkräftemangel, Homeoffice. Das waren natürlich riesen Herausforderungen für einen Bürostandort wie den Südwestpark. Doch alle drei Trends haben Pfaller und seine Mitarbeitenden bestens gemeistert. Heute steht der Standort perfekt da.
ANZEIGE
Wohlfühlen bei der Arbeit
Es gibt ein umfangreiches Nachhaltigkeits-Konzept, es gibt organische Erneuerung von Gebäuden ohne Abriss. Die Unternehmen halten weiter am Büro als zentralem Ort für beruflichen Austausch fest, sie realisieren neue Flächenkonzepte, um sich für ihre Arbeitnehmer möglichst attraktiv zu machen. Es geht nicht mehr nur um den „Kern-Arbeitsplatz“, also Schreibtisch, Stuhl, Computer. Das „Drumrum“ wird für Unternehmen wie Mitarbeitende immer wichtiger. Man soll und darf sich bei der Arbeit auch wohlfühlen. Und das alles kommt dem Standort zugute.
Wenn man Daniel Pfaller fragt, warum der Südwestpark über so viele Jahre und durch so viele “Wellen” hindurch kontinuierlich erfolgreich war, dann hat er eine scheinbar einfache Antwort: „Wir denken kontinuierlich über die Zukunft nach. Wir überlegen ständig, wie sich der Arbeitsplatz der Zukunft wohl verändern wird. Und wenn die Zukunft dann zur Gegenwart wird, haben wir die richtigen Konzepte, weil wir unsere Hausaufgaben rechtzeitig gemacht haben.“
Thomas Gerlach